Künsterinnengespräch: KINO(ARCHITEKTUR) des POSTKOLONIALEN AUFBRUCHS IN SÜDINDIEN

Wann:
1. Oktober 2019 um 19:00 – 21:00
2019-10-01T19:00:00+02:00
2019-10-01T21:00:00+02:00
Wo:
Bayerische Architektenkammer Auf AEG
Muggenhofer Straße 135
90429 Nürnberg
Preis:
kostenlos

Die Künstlerin Stefanie Zoche ist ein zweites Mal zu Gast in Nürnberg: für ein Gespräch über das fotografische Arbeiten und die Kinoarchitektur des postkolonialen Aufbruchs in Südindien. Ihre Gesprächspartnerinnen Dorothee Wenner und Madhusree Dutta sind zwei international versierte Filmemacherinnen, Forscherinnen und Indien-Expertinnen. Die Fotografien von HAUBITZ + ZOCHE liefern den Stoff der Debatte.

Gäste:
Stefanie Zoche, Künstlerin (München)
Dorothee Wenner, freie Filmemacherin | Kuratorin | Autorin (Berlin)
Madhusree Dutta, Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt (Mumbai, Köln)
Moderation: Isabel Strehle, Architektin (München, Bayreuth, Köln)

Nirgendwo auf der Welt werden so viele Filme produziert wie in Indien. Nirgendwo weisen Kino- und Filmwirtschaft eine ansatzweise vergleichbare regionale Prägung auf. 2018 registrierte das Indian Central Board of Film Certification 1.813 Spielfilmproduktionen in 49 regionalen Sprachen. Die Hälfte davon stammt aus Südindien. Das Kino in Indien ist ein unglaublicher Ort interkultureller Begegnung. Ein Ort der Massen. Täglich strömen mehr als 16 Millionen Menschen in indische Kinosäle. Das Kino bietet Raum für gesellschaftliche und politische Auseinandersetzung. Charismatische Helden und Superstars oszillieren scheinbar mühelos zwischen Fiktion und Realität. Die Architektur ist stets real und zugleich Teil der Inszenierung.


STEFANIE ZOCHE
STEFANIE ZOCHE (*1965) lebt als Künstlerin in München. Im Fokus ihres Interesses stehen Ökologie, Architektur und öffentlicher Raum.Von 1998 bis 2014 arbeitete sie mit Sabine Haubit­z (1959 – 2014) als Künstlerduo HAUBITZ + ZOCHE zusammen. Ihre fotografischen Serien, Installationen und Skulpturen wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt: u.a. Fotomuseum München, Zephir Mannheim, Architekturzentrum Wien, FRAC Toulouse, Centre George Pompidou Paris, Havanna Biennale.


MADHUSREE DUTTA
MADHUSREE DUTTA (*1959) ist Filmemacherin, Kuratorin und Autorin. Ihr Interesse gilt dokumen-tarischen Praktiken, der Untersuchung des urba-nen Raums und der Sphäre des Öffentlichen. Duttas Anthologie „Project Cinema City“ wurde 2014 als bestes Buch des Jahres mit dem Publishing Next Industry Award ausgezeichnet. Dutta ist Mitbegründerin von Majlis, einem Zentrum für den Rechtsdiskurs und interdisziplinäre Kunst in Mumbai. Seit 2018 ist sie Künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt in Köln.


DOROTHEE WENNER
DOROTHEE WENNER (*1961) lebt als freie Filmemacherin, Kuratorin und Autorin in Berlin. Neben eigenen Filmarbeiten und einer umfangreichen kuratorischen Tätigkeit arbeitet Wenner seit 1990 im Auswahlkomitee des
Internationalen Forums des Jungen Films sowie als Sonderbeauftragte für Indien und Subsahara-Afrika für die Berliner Filmfest-spiele. Dorothee Wenner ist seit 2004 Jury-Mitglied der African Academy Lagos und war 2010 Jury-Präsidentin.

Hier gehts zum Beitrag mit allen Details zum umfangreichen Begleitprogramm des Jubiläumsherbstes:
HYBRID MODERNISM