Film und Wein: Kinderleicht! – The School as City / Last Exit Alexanderplatz

Wann:
16. November 2015 um 18:30
2015-11-16T18:30:00+01:00
2015-11-16T19:00:00+01:00
Wo:
Casablanca – Kino mit Courage
Brosamerstraße 12
90459 Nürnberg
Preis:
5,00 Euro
Film und Wein: Kinderleicht! - The School as City / Last Exit Alexanderplatz @ Casablanca – Kino mit Courage

Film und Wein: Kinderleicht! – Architektur für Klein und Groß, für alle Generationen

The School as City (Moniek van de Vall)

As an intriguing document on one of the most significant architects in the Netherlands, ‘The School as City’ presents one of the world’s most influential school builders, Dutch architect Herman Hertzberger, and his battle to have his plans implemented. His ideals are sometimes at odds with the reality of today’s society. He struggles, grumbles, puts things in perspective, enjoys himself and gets his way wherever he can.

Herman Hertzberger (b. 1932) is a man who cherishes his theories and is known for his eloquence and didactic skill. By showing how he worked on the various schools, the publication and film show the extent to which his theories actually took shape in practice, with all the attendant obstacles. How he plays the game between client, user and designer – with enormous passion, empathy and humour. The DVD also contains Herman Hertzberger’s essay ‘Fifty Years of Schools’.

Filmmakers Moniek van de Vall and Gustaaf Vos followed Herman Hertzberger for over three years and began working on The School as City in 2007.

Last Exit Alexanderplatz (Hans-Christian Post)
Hans-Christian Post kommt ins Casablanca

Hoch hinaus, tief hinunter. 20 Jahre Hochhaus-Streit Alexanderplatz

„Der Osten soll wegradiert werden, als hätte es ihn nie gegeben“, so Architekt Daniel Libeskind zu den Umbauplänen, die es seit 20 Jahren für den Alexanderplatz gibt. „Nein“, widerspricht der Vater der Planung, Architekt Hans Kollhoff: „Mit dem Umbau soll ein Stück Stadtgeschichte zurückgewonnen werden, zum Wohle aller BürgerInnen Berlins.“

Seit 20 Jahren wird über den Alex gestritten. 1993 entschieden die Politiker Berlins – trotz miserabler Finanzlage – das größte und ambitionierteste Städtebauvorhaben der Nachwendejahre anzugehen. Umringt von 13 Türmen, jeweils 150 Meter hoch, sollte das ehemalige Zentrum Ost zur neuen Skyline der wiedervereinigten Stadt werden.

Dazu ist es bisher nicht gekommen. „Der Alex schmort noch immer in seinem Saft von damals“, meint Hans Kollhoff. Doch den Investoren zufolge kann es jederzeit losgehen: „Die Türme werden noch kommen.“

Wäre dies eine wünschenswerte Entwicklung? Oder hat das Städtebauvorhaben der Nachwendejahre längst versagt? Sollte es im Fall Alexanderplatz eher darum gehen, die Qualitäten dessen, was nun schon einmal da ist, zu erkennen und städtebaulich zu fördern?

Der Film nimmt das 20-jährige Jubiläum des Städtebauvorhabens, so wie die Tatsache, dass die Diskussionen über das Verfahren und dessen Ergebnisse sich in letzter Zeit neu entfacht haben, als Anlass, die Akteure zu Wort kommen zu lassen. Den Interviews mit den Hauptakteuren der Planungen werden poetische Schilderungen vom Alltagsleben des heutigen Platzes entgegengestellt. Auf diese Weise macht sich der Film auf die Suche nach den verborgenen Qualitäten und Potenzialen vor Ort und erforscht die Möglichkeiten einer behutsameren und vielleicht auch geschichtsbewussteren Entwicklung des Platzes, angepasst an die Bedürfnisse und Erkenntnisse der heutigen und nicht gestrigen Zeit.

 

Einstimmung: Dipl.-Ing. Isabel Strehle, Architektin; Treffpunkt Architektur der Bayerischen Architektenkammer,
Info: Casablanca: http://www.casablanca-nuernberg.de  oder Tel.: 0911/454824